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Tages Anzeiger – Geldwechsel: Billiger als die Banken

Tages Anzeiger, 17. Mai 2008

Geldwechsel: Billiger als die Banken

von Martin Vetterli

Geld ins Ausland überweisen? Über eine kleine elektronische Wechselstube gehts schneller und günstiger als bei Banken.

Seit Europa Anfang Jahr zum einheitlichen Zahlungsraum Sepa zusammengewachsen ist, sind Überweisungen aus der Schweiz ins Ausland spürbar günstiger geworden. Aber auch wenn verschiedene Geldinstitute ihre Gebühren gesenkt haben: Wirklich billig sind sie trotzdem nicht, wie ein Test des «Tages-Anzeigers» (vom 21. April) gezeigt hat. Und die Unterschiede zwischen den einzelnen Instituten sind enorm.

Klar am schnellsten und erst noch am günstigsten ist die UBS. Doch ein kleiner Nischenanbieter aus Oberwil BL schlägt die grösste Bank der Schweiz: Wechselstube.ch bietet bessere Kurse, verzichtet bis auf wenige Ausnahmen auf Spesen und garantiert Überweisungen in 13 Währungen innerhalb von wenigen Stunden - und nicht von Tagen wie bei den grossen der Branche üblich. «Wäre es anders, hätten wir keine Existenzberechtigung», sagt Geschäftsleiter Martin Streb.

Solche Konditionen sind nur möglich mit einer Nischenstrategie, die auf jeden Schnickschnack verzichtet: Die vollautomatisierte Internet-Wechselstube funktioniert wie eine Einkaufsgemeinschaft. Indem sie viele kleinere Aufträge bündelt, kann sie alle zu Konditionen von Grosskunden abwickeln. «Würden alle Schweizer Kleinbetriebe zu unseren Konditionen wechseln, könnten sie eine halbe Milliarde Franken im Jahr einsparen», meint Streb.

Ein Vergleich zeigt, dass sich der Billigwechsler und -überweiser vor allem für kleine Firmen lohnt: Wer 1000 Franken in Euro wechseln will, spart rund 5.40 Franken gegenüber UBS und CS, bei 10 000 Franken sind es 63.70 Franken, bei 100 000 Franken 989.20 Franken. Kein Wunder, zwei Drittel der rund 2500 Kunden sind Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitenden.

Um den Vorsprung auf die Konkurrenz zu halten, verbessert die Online-Wechselstube diesen Monat ihr Angebot und verlangt nur noch für nicht sepafähige Transaktionen eine 2-Franken-Gebühr (bis zu einem Betrag von 5000 Franken). Zum Vergleich: Die Banken verlangen zwischen 5 und 30 Franken - selbst für Kleinstbeträge.

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